Geklonte Umgebungen: Testläufe im Labor

Wenig lässt den Ärger so schnell hochkochen wie ein Rechner, der nicht einwandfrei läuft. Zurecht erwarten die Anwender eine stabile Umgebung mit schnellen Reaktionszeiten. Damit dies auch bei Software-Umstellungen der Fall bleibt, treibt Marktführer Microsoft hohen Aufwand: Seine Labors testen im Vorfeld, wie sich neue Software in die individuelle Umgebung eines Unternehmens fehlerfrei integrieren lässt. Mit dabei: Mitarbeiter von Getronics, die Microsoft mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Eine Migration vorzunehmen oder eine neue Anwendung in bestehende Umgebungen einzupassen, ist keine triviale Angelegenheit, sondern erfordert sorgfältige Kleinarbeit. Wird diese scheibchenweise, nach Trial-and-Error-Methode geleistet, fühlen sich die Anwender leicht als Versuchskaninchen. Zudem behindert eine stockende IT das Geschäft. Deshalb bietet Microsoft einen besonderen Service: In einer Labor-Umgebung, die dem Original genau entspricht, werden die notwendigen Schritte vorab konzipiert und dann auf Herz und Nieren verifiziert. Das Ziel einer sogenannten Repro-Umgebung kann z.B. ein Funktions- oder ein Lasttest sein. Erst wenn „in vitro“ ein Proof-of-Concept erfolgreich abgeschlossen ist, wird die Lösung „in vito“ umgesetzt.

Aufwändige Nachbauten
Im Hintergrund übernehmen dabei Vor-Ort-Experten von Getronics zentrale Aufgaben. „Zum einen erstellen wir den Versuchsaufbau: Wir klonen hier die Umgebung des Kunden mit allen technischen Details“, erklärt Ramazan Can, Teamlead ILS Germany & Solution Architect, Getronics. „Zum anderen beraten wir unsere Kunden beim Architektur-Design und den damit verbundenen Einzelheiten.“ Denn nicht immer geht es um bestehende Lösungen. Mögliche Neukunden lassen sich im Labor vorführen, was Microsoftprodukte für ihre Zwecke leisten können. Getronics unterstützt die Konzeption der Gesamtlösung und deren Aufbau sowie das anschließende Benchmarking und Monitoring der Testumgebung. Darüber hinaus stehen die Experten auch u.a. für den Krisen-Support – GTSC (Global Technical Support Center) - von Microsoft bereit.

Der Software-Anbieter gewinnt durch diese Zusammenarbeit nicht nur eine flexible Mitarbeiter-Ressource. „Anwenderumgebungen sind selten nur mit Microsoft-Produkten ausgestattet“, erklärt Andreas Knabel, Labor Manager, Microsoft. „Gerade wenn es Probleme mit Drittanbietern gibt, greifen wir gerne auf die Erfahrung von Getronics zurück.“ Mehr noch: Mit ihrem Know-how haben Can und seine Kollegen auch die Infrastruktur der drei Microsoft-Hauptlabore in London, Paris und München vereinheitlicht, so dass sich diese mit weniger Aufwand verwalten lassen – ein Effizienzgewinn für den Softwareriesen. Bald werden sie zudem eine Web-Anbindung realisiert haben, durch die Kunden den Proof-of-Concept vom heimischen Schreibtisch aus verfolgen können.

Nebeneffekt: Kompetenzvorsprung
Microsoft misst laufend die Erfolge: Seitdem Getronics 2007 die Ausschreibung für die europäischen Labors gewann, sorgte es für zufriedene Kunden in über 99 Prozent der Fälle. „Davon profitieren auch unsere eigenen Kunden“, versichert Can. „Denn indem wir bei Microsoft Kernaufgaben wahrnehmen, erhalten wir einen sehr tiefen und aktuellen Einblick in seine Technologie. Und dieses Wissen stellen wir auch unserem Field Service zur Verfügung – gerade wenn es schnell gehen muss.“

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