Vom Glühdraht über Leuchtdioden zum Opto-Chip: Osram ist mit 41.000 Beschäftigten ein Teil des Siemens Industry Sektors und einer der zwei weltweit führenden Lichthersteller. Eine wichtige Rolle in seinen Prozessen spielt die Netzwerktechnik. Sie dient nicht nur der lokalen wie globalen Kommunikation im Unternehmen, sondern steuert auch die Produktion. Ausfallsicherheit ist deshalb das höchste Gebot.
Wenn das Netzwerk streikt, stehen auch die Anlagen still. Dies käme das Münchener Unternehmen teuer: Fiele in einem der weltweit knapp 50 Werke die Produktion aus, entstünde Stunde für Stunde ein Schaden von mehreren 10.000 Euro. Im Notfall müsste Osram das betroffene Netz so schnell wie möglich wieder flott kriegen. Für lange Fehleranalysen bliebe keine Zeit.
Deshalb suchte Osram einen Partner, der die hauseigene IT-Abteilung in Netzwerk-Fragen mit prompten Rat und Tat unterstützt. Zugleich sollte er garantieren können, dass er zusammengebrochene Netze rund um den Globus schnell wieder herstellt – ganz gleich, ob es sich um ein Soft- oder Hardware-Versagen handelt.
Seit Oktober 2007 heißt dieser Partner Getronics. „Entscheidend war für uns erstens die klare Organisation – jeder unserer IT-Mitarbeiter weltweit weiß, wer sein Ansprechpartner bei Getronics ist“, erklärt Helmut Goetz, Leiter Netzwerke bei Osram.
Erster Anlaufpunkt (Single Point of Contact) für sämtliche Osramwerke ist das internationale Contact Center in Berlin. Hier leisten Netzwerk-Spezialisten telefonischen Support und setzen wenn nötig unverzügliche Lieferungen von Ersatzteilen in Gang. Je nach vereinbartem Service-Level sorgt Getronics für eine Instandsetzung am nächsten Werktag oder sogar rund um die Uhr – und zwar in allen Ländern. Dabei wird das Fallmanagement in jedem Stadium von Berlin aus gesteuert.
Besser als Ausfälle zu beheben ist es, sie im Vorfeld zu vermeiden. Deshalb entschloss sich Osram zu einer Bestandsaufnahme der an den einzelnen Standorten existierenden Netzwerke. Dabei halfen die Spezialisten des Getronics Network Competence Center (NCC), die mit ihrem Cisco Know-how bei komplexen Netzwerkfragen bereitstehen. Dort wo sich eine Modernisierung als ratsam erwies, unterstützen die Experten seither Osram bei Auswahl und Einrichtung neuer Systeme.
So zum Beispiel in Berlin: „Hier bot sich die Architektur des Virtual Service Switch besonders an“, berichtet NCC-Experte Ottmar Bieber. „Diese Cisco-Technologie ist redundant ausgelegt. Bei Abstürzen beträgt die Recovery-Zeit deshalb weniger als eine Sekunde.“ Ein weiterer Vorteil: Die Migration kann „live“ erfolgen, ohne die Fertigung unterbrechen zu müssen. Auch dabei hilft das NCC.